] Soundbase Online [ 8,5 out of 12

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Die deutschen Newcomer um den ehemaligen Mortified-Gitarristen Sascha Ehrich und den ebenfalls die sechs Saiten zupfenden Sänger Stefan Weimar (Ex-Venereal Disease) frönen dem melodischen Schweden-Tod, der vor rund zehn Jahren so richtig durchzustarten begann. Erinnerungen an die ersten Alben von In Flames werden wach, wobei die Schweden zu keiner Zeit die Härtegrade von Fragments Of Unbecoming erreich(t)en. Zwar geizen auch Ehrich und Co. nicht mit melodischen Gitarreneinsprengseln, allerdings muss man Melodien im eigentlichen Sinne mit der Lupe suchen. FOU setzen eher auf Dynamik als auf Eingängigkeit, was das Material ein wenig sperrig erscheinen lässt. Nach einigen Durchläufen wird aber klar, dass sich die Anschaffung von 'Skywards – A Sylphe's Acension' (wer denkt sich eigentlich solche Plattentitel aus?) durchaus lohnt, denn das Quartett setzt eine Menge Energie frei. Der hymnische Titeltrack (Iron Maiden zu Di' Anno-Zeiten lassen grüßen), das schnelle 'Entangled Whispers In The Depth' (von hier aus ist es bis zum Black Metal gar nicht mehr so weit), das fast schon Rock 'n' Roll-kompatible Grundthema in 'Fear My Hatred' oder das brutale 'Insane Chaosphere' (klingt wie es heißt) machen mit jedem Mal mehr Spaß. Das einzige Manko ist das etwas eintönige Songwriting, aber alles in allem sind Fragments Of Unbecoming eine Band, mit der in Zukunft zu rechnen sein wird. Vor allem live sollten die Jungs ein Garant für rotierende Köpfe sein. Und damit ihr schon mal wisst, wann ihr mit dem Rübeschütteln einsetzen müsst, kauft ihr jetzt dieses Album.