~{ Rock Hard }~ 8,5 out of 10

// Volkmar Weber

FRAGMENTS OF UNBECOMING sind längst kein Underground-Geheimtipp mehr. Mit ihren nostalgischen, aber dennoch erfrischenden, Kompositionen haben sie sich vor allem bei Schwedenjüngern ins Herz, bzw. Ohr gespielt. Auch auf ihrem zweiten Langeisen dominieren doppelläufige Melodien, Stakkato-Drumming und finsteres Shouting. Irgendwo im Dreieck Dissection, Vinterland, Dark Tranquillity versteht es der Fünfer, mit viel Liebe zum Detail, auf Stimmenfang zu gehen. Das gelingt gar prächtig, denn an diesen fein gesponnenen, filigranen Melodiebögen kommt man einfach nicht vorbei. Dennoch verliert man sich nicht in Details, sondern reduziert die Stücke auf ein nachvollziehbares Maß an Strophen und Refrains. Von wuchtigem, mitunter schleppendem, Midtempo bis hin zu garstigem Geprügel, Abwechslung wird bei FRAGMENTS OF UNBECOMING ganz groß geschrieben. Ebenso gibt es wieder einige sehr schöne Instrumentals (mittlerweile eine fester Bestandteil jeder Scheibe). Leute, die den Melodic Death Metal tot reden, hören vermutlich die falsche Platten. "Sterling Black Icon - Chapter III - Black But Shining" gehört zum Feinsten, was es in diesem Genre seit Monaten zu hören gab.