] Music-Scan [ 8,5 out of 10

//Arne

Bevor in Kürze der neue Disillusion- Longplayer ebenfalls über Metal Blade erscheinen wird, kommt hier mit "Skywards (Chapter II) - A Sylphe's Ascension" das Album einer anderen deutschen Band über den gleichen Verlag. Schön zu sehen, dass sich Metal Blade auch an dt. Bands wagt und im Falle von Fragments Of Unbecoming ist dieses Unterfangen auch gut geglückt. Die Band hatte zuvor lediglich eine MCD namens "Bloodred Tales (Chapter I) - The Crimson Season" veröffentlicht und das Vollzeit-Debüt kommt nun gleich über einen großen Metal-Verlag. Respekt, kann man da nur sagen. Ob beide Releases in Verbindung zueinander stehen, kann ich nicht sagen, aber die Betitelung in Chapter I bzw. II lässt das vermuten. Vom Sound her klingen Fragments Of Unbecoming alles andere als deutsch, vielmehr stehen sie unüberhörbar in der Tradition des schwedischen Melodic- Death-Metals. Das ist schnell klar, doch die Deutschen begnügen sich glücklicherweise nicht damit, als gehaltlose Kopie eingestandener Größen aufzuspielen, sondern positionieren sich geschickt und versiert neben den Genre-Führern. Immer wieder fühlt man sich an die ähnlich gelagerten Dark Tranquillity erinnert und der treibende Sound auf "Skywards (Chapter II) - A Sylphe's Ascension" rockt einfach. Die Songs klinger gleichermaßen schwer wie melodisch, sind durch ein gesundes, abwechslungsreiches Ideen-Gerüst gestützt und unterhalten über die volle Spielzeit der zwölf Stücke. Zwischendrin gibt es immer mal wieder kleinere Akkustik-Parts zur Auflockerung und überhaupt gibt das Album eine Vielzahl mit jeder weiteren Umdrehung neue Feinheiten preis. Fragments Of Unbecoming liefern ein, schon von Beginn schnell zugängliches Album ab, das nach und nach jedoch immer neue Akzente offenbart. Schön, denn so wird's nie langweilig. Schon klar, warum Metal Blade sich für ein Signing der Band entschieden hat, sie haben's schlichtweg drauf und können sich hörbar über dem gängigen Durchschnitt der Schweden-Schieler positionieren.