] Metalnews [ 6 out of 7

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Gleich nach dem ersten Durchlauf von „Skywards – A Sylphe’s Ascension” drängt sich einem unmissverständlich der Eindruck auf: „Nanu, da hat wohl mal wieder jemand zu viel Schweden-Death gehört.” Diese „jemand“ sind die Deutschen Fragments Of Unbecoming, die mit diesem Album ihr erst zweites musikalisches Lebenszeichen von sich geben. Doch das kann sich allemal sehen bzw. hören lassen, denn nicht wie manch andere Möchtegern-Schweden, vermag es diese Band voll und ganz, die bekannten skandinavischen Trademarks Melodie und Aggressivität in angemessener Weise zu paaren, ohne dabei ein paar Momente der Ruhe und Entspannung in Form von kurzen Akustik-Songs vermissen zu lassen. Und so klingt diese Scheibe dann auch wie eine stimmige Symbiose der Frühwerke von Bands wie Dark Tranquillity, In Flames und mit Abstrichen auch At The Gates, hier und da lassen auch die deutschen Night In Gales mit ihrem Hammer-Album „Towards The Twilight“ grüßen.

Negative Kritikpunkte kann ich beim besten Willen(?) eigentlich keine entdecken, lediglich der Schlagzeug-Sound könnte etwas druckvoller daherkommen. Ein bestimmtes Stück aus dieser homogenen, fast 42-minütigen Klangmasse herauszuheben, will dennoch nicht gelingen, ein „hitverdächtiges“ Lied sucht man eigentlich vergebens. Dafür gibt es neun knackige Melo-Death-Perlen auf dem gleichen, hohen Niveau sowie drei sehr schöne Darbietungen auf der Akustik-Gitarre. Besser hätten es auch die alten Schweden anno 2004 nicht hinbekommen.

Wer also die o.g. Gruppen zu seinen Lieblingen zählt, der sollte sich „Skywards“ auf keinen Fall entgehen lassen. Definitiv sind Fragments Of Unbecoming eine Band, von der man in Zukunft, sofern der hier eingeschlagene Weg weiterverfolgt wird, noch so einiges erwarten kann…