~{ Metal Heart }~ 8,5 out of 10

// Marcel Rudoletzky

Die Süddeutschen haben sowohl mit ihrer Mini CD Bloodred Tales als auch mit dem Debütalbum Skywards an Staub aufgewirbelt. Das Zentrum des melodischen Death Metals lagfür manch einen ab sofort nicht mehr in Schweden, sondern bei uns. Zu ihrer Zeit waren diese beiden Veröffentlichungen sicher auch eine überraschende und frische Sache. Um so spannender war also die Frage, was sich in der Zwischenzeit alles bei dem Fünfer getan hat und was uns die Jungs als Kapitel Nummer drei präsentieren würden. Sterling Black Icon – Chapter III – Black But Shining heißt der Skywards-Nachfolger und die Truppe führt ihre Tradition fort. Heftig, brutal und dennoch melodisch und detailverliebt fegt uns auch die zweite Scheibe um die Ohren. Immer noch auf der Suche nach einem permanenten Sänger, hat sich Legacy-Growler Sam Anetzberger bereit erklärt, dem Album seinen Stempel aufzudrücken und hört man sich das Ergebnis an, war dies alles andere als ein schlechter Schachzug. Sterling Black Icon besteht wie schon der Vorgänger aus einer Fülle an kleinen Details und Schnörkeleien, die im Kontrast zum gnadenlosen Geknüppel ein Mosaiksteinchen nach dem anderen hinzufügen, bis sich das Gesamtbild immer deutlicher herauskristallisiert. Zur gleichen Zeit erzeugen Fragments Of Unbecoming aber auch einen ungeheuren Druck und schieben das Monstrum mit einer zielstrebigen Präzision nach vorne. Zwar laufen die Jungs das ein oder andere Mal Gefahr, sich in den Songs zu verrennen, doch sie meistern auch diese Situationen. So macht Death Metal einfach richtig Spaß. Böllernde Riffs, starke Melodien und den Blick nach Schweden gerichtet. Klasse Scheibe.