] Hellion Records [

// Sir Lord Doom

Ist das eine neue Scheibe? Kling nach 1993/94, melodischer Schwedentod aus Götheborg. Aber sehr räudig, im Gitarrenbereich verdammt heavy schreddernd. Könnte fast ein vergessenes Demo von Dark Tranquillity oder In Flames sein. Ja, sie sind SO gut. Nun, bei Fragments of Unbecoming handelt es sich um eine deutsche Band, eine sehr interessante Band, die viel von Melodien versteht und dazu ein gnadenloses Härtekaliber auffährt. Die Gitarrensalven zerreißen Dir die Bauchdecke, auf daß Deine Eingeweide im Takte hinausbaumeln mögen. Dazu kommt die recht eingängige Strukturierung der Songs, die dennoch Tiefgang offenbahrt. Fragments of Unbecoming sind nicht gewillt, irgendwelche Gefangenen zu machen, so wie ihre schwedischen Kollegen nach einer Weile. Sie sind wütend, sie sind hungrig, in ihnen brennt die Leidenschaft. Diese EP ist nichts als purer Deathmetal mit eben etwas mehr Melodie und einem thrashigeren Feeling bei den Riffs. Wehe denen, die sich erdreisten, diese Band einfach links liegen zu lassen. Viele Einflüsse aus dem originalen, brutalen Deathmetal der späten 80s und frühen 90s werden noch eingemengt, damit eben die Wucht stimmt. Und das kann man durchaus behaupten. Vor elf Jahren wäre das hier eine Sensation gewesen, hoffe, daß sie nicht in der Masse an Knüppelkombos ohne Metalroots untergehen.