] Eternity [

// Josef Görgen

Preisfrage: welches ist die schwedischste Death Metal Band Deutschlands? Korrekt, das ist FLESHCRAWL. Und die beste? Keine Frage, ebenfalls FLESHCRAWL! Sind die denn die einzigen? Nein, sind sie natürlich nicht. Das nämlich diese Sounds auch heute noch Fans begeistern und junge Bands inspirieren können, das stellen diese Fragmente hier mit ihrer Debüt-MCD eindrucksvoll unter Beweis. Tief runtergestimmte, doppelläufige Klampfen mit fetten, sägenden Riffs, dazu treibende, intensive Kompositionen, dass es einem die Freudentränen in die Augen treibt. Im Gegensatz aber zu FLESHCRAWL, um nochmal diesen Vergleich zu bemühen, orientieren sich die Fragmente nicht ausschließlich an AT THE GATES, DISSECTION und Konsorten, sondern haben auch noch ein klein wenig in Richtung IN FLAMES und DARK TRANQUILLITY geschielt. Ihr Melodieverständnis jedenfalls ist superb und steht den alten Helden nicht mehr viel nach, zum anderen verstehen sie es auch, ihr brutales Spiel mit atemberaubenden Tempowechseln aufzulockern, beispielsweise durch das in der Mitte der Scheibe angesiedelte, geradezu zerbrechlich wirkende Instrumentalstück (dessen Thema am Ende der Scheibe als Outro nochmals aufgegriffen wird). Nein, das Wagnis der Jungs aus dem Frankfurter Raum, anstelle eines Demos gleich eine MCD pressen zu lassen, mit ansprechendem Äußeren und hervorragendem Sound, hat sich voll ausgezahlt. Als Fazit bleibt: eine rundum begeisternde Scheibe, die alles in sich vereinigt, was schwedischen und melodischen Death Metal zwischen Göteborg und Illertissen, 'tschuldigung Stockholm, so unbeschreiblich attraktiv macht. Einziger Wermutstropfen: ist leider nur eine Mini, und die knapp 22 min. sind immer wieder viel zu schnell vorbei. Es soll aber bald eine komplette CD rauskommen, und wie sagte Bogy am Ende von Cassablanca: "Ich glaube, das ist der Beginn einer wundervollen Freundschaft..."