~{ EMP Mailorder }~

// Markus Eck

Dass diese stramme Prügelmannschaft aus deutschen Landen stammt, hört man ihr überhaupt nicht an. Gegründet 2000, legt der Fünfer um Shouter Sam Anetzberger mit seinem neuen Bollwerk eine waschechte Schwedentod-Scheibe vor. Traditionell kultivierte Stärken gibt es zuhauf zu vernehmen - Vergleiche mit Edge Of Sanity, Dismember und Dark Tranquillity sind nicht zu vermeiden. Und Fragments Of Unbecoming scheuen sich nicht, völlig neue kompositorische Wege zu erschließen und so strotzen die neuen Kompositionen geradezu vor ungewöhnlichen Einfällen und ausufernd brutalen Rhythmus-Kanonaden. Besonders das immer wieder mit herrlich böllernden Doublebass-Finten setzen haufenweise unermessliche Energieschübe frei. Solcherlei explosive und barsch groovende Death Metal-Geschosse auch noch mit signifikant ausgeprägter Tragik-Melodik darzubieten, das gelingt nicht vielen Verfechtern dieses Metiers so flüssig und fein. Kein Songmoment auf diesem Aludeckel gleicht scheinbar dem anderen. Ständig variiert das bemerkenswert routiniert agierende Quintett seine Spielgeschwindigkeiten und attackiert die Trommelfelle mit haufenweise perfiden Riff- und Trommeltechniken.